
Digitalisierungslotsen in der Brandenburger Primärversorgung
Sie suchen Unterstützung bei der Digitalisierung Ihrer Arztpraxis? Sprechen Sie uns an!
Was sind Digitalisierungslotsinnen und -lotsen?
„Digitalisierungslotsen in der Brandenburger Primärversorgung“ (DiLoB) ist ein Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Gesundheit finanziert und am Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane angesiedelt ist. Es zielt darauf ab, die Digitalisierungsprozesse im ambulanten Bereich durch Digitalisierungslotsinnen und -lotsen zu unterstützen und somit die Versorgerinnen und Versorger zu entlasten. Dies soll mithilfe eines Lotsenteams geschehen, welches vor Ort oder per Telefon bzw. Video die Praxen berät. Diese haben fünf Aufgabenfelder:
Bedarfsermittlung: Digitalisierungslotsinnen und -lotsen können ihre Bedarfe im Hinblick auf die Digitalisierung zielgerichtet erheben. Dies tun sie in Rücksprache mit Ihnen sowie unter der Zuhilfenahme eines speziellen Erhebungsinstruments zur Sichtbarmachung von praxisbezogenen Digitalisierungspotentialen.
Konzeptentwicklung: Aufbauend auf der Bedarfsermittlung, können die Digitalisierungslotsinnen und -lotsen in enger Zusammenarbeit mit Ihnen ein maßgeschneidertes Konzept zur Etablierung von digitalen Anwendungen erarbeiten. Hierbei sollen die Bedarfe und Wünsche des Praxispersonals inklusive bestehender Arbeitsroutinen berücksichtigt werden, um die Umstellung auf digitale Strukturen nicht unnötig zu erschweren.
Schulungen: Neben der Erhebung von Digitalisierungsbedarfen bieten die Lotsinnen und Lotsen zudem spezifische Schulungen an, die die Nutzung von digitalen Anwendungen oder der elektronischen Patientenakte auf Seiten von Ärzten und nicht-ärztlichem Praxispersonal erleichtern sollen. Je nach Bedarf können auch Schulungen zu anderen Themen angeboten werden.
Weiterbildung: Neben selber durchgeführten Schulungen vermitteln die Digitalisierungslotsinnen und -lotsen außerdem relevante externe Weiterbildungen für Ärztinnen und Ärzte sowie nicht-ärztliches Praxispersonal.
Kommunikation: Als fünfte Aufgabe werden die Lotsinnen und Lotsen die Praxen unterstützen, indem sie bei gewissen technischen Problemen in Kommunikation mit externen IT-Dienstleisterinnen bzw. -dienstleistern treten, sodass sich Ärztinnen und Ärzte sowie das Praxispersonal der Versorgung widmen können.
Teilnahmebedingungen
Die Lotsinnen und Lotsen sind in einer Zentrale angesiedelt, die vom Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie betrieben wird. Wir unterstützen somit Praxen in Brandenburg dabei, den gesetzlichen Anforderungen im Hinblick auf die Digitalisierung gerecht zu werden und die Transformation erfolgreich zu meistern. Da die Tätigkeit der Digitalisierungslotsinnen und -lotsen in einem Forschungsprojekt eingebettet ist, ist das Angebot für Sie als Praxis kostenlos und freiwillig. Dafür nehmen Sie an einem Forschungsprojekt teil. Das bedeutet:
Sie unterstützen uns, indem sie zu zwei Zeitpunkten kurze Fragebögen ausfüllen, die sich mit Ihrem bisherigen Nutzungsverhalten von digitalen Anwendungen beschäftigen und auch nach der Bindung an den Beruf fragen. Das Ausfüllen eines Fragebogens sollte nicht mehr als fünf Minuten in Anspruch nehmen.
Wir führen teilnehmende Beobachtungen in Ihrer Praxis durch. Zu diesem Zweck wird sich Studienpersonal einmalig während Ihrer Öffnungszeiten in Ihren Praxisräumlichkeiten aufhalten, die Arbeitsabläufe beobachten und dokumentieren. Es werden dabei keine personenbezogenen Daten aufgezeichnet und der Datenschutz eingehalten.
Wir führen strukturierte Gespräche mit Personal in Arztpraxen durch. Im Rahmen dieser Gespräche werden wir Anforderungen an Digitalisierungslotsen und Barrieren der Digitalisierung besprechen. Die
Wir führen außerdem strukturierte Gespräche mit Patientinnen und Patienten von Arztpraxen durch, die an der Beratung teilnehmen und unterhalten uns mit Ihnen über vorhandene Digitalisierungsbarrieren in der Gesundheitsversorgung. Möglicherweise werden wir Sie bitten, uns bei der Ansprache solcher Patienten zu unterstützen.
Ihr Beitrag zum Forschungsprojekt unterstützt uns dabei, Aussagen über den Erfolg der Digitalisierungslotsen zu treffen und die Beratungsleistungen noch zu verbessern.
Kontakt
Projektleitung
Prof. Dr. Christine Holmberg
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane
Stellvertretende Projektleitung
Prof. Dr. Thomas Schrader
Fachbereich Informatik und Medien
Technische Hochschule Brandenburg
Wissenschaftliche Projektkoordination
Tim Holetzek
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane
Projekt-Mitarbeitende
Anika Zimmer (Lotsen-Koordination)
Benjamin Senst (Digitalisierungslotse)
Jessica Skalmowski (Digitalisierungslotsin)
Dr. med. Alessia Gatti (Digitalisierungslotsin)
Aileen Hommel (Evaluation)